Warmebilder

  • Wärmebilder mit Infrarot-Technik

Alle Gegenstände die über dem absoluten Temperaturnullpunkt (-273°) liegen, strahlen im Bereich der Infrarotwellen. Diese Infrarotstrahlung wird durch moderne Kameras und Bildaufbereitung durch Computer als sichtbares Bild dargestellt. Dieses Bild kann nun fotografisch erfasst oder mit Scanner weiter bearbeitet werden.
Neu an diesem Messverfahren ist, dass gesamte Flächen eines Objektes völlig berührungslos abgetastet werden können und so auch die Wärmeverteilung geometrische dargestellt wird. Dabei werden wärmere Punkte hell und kältere dunkel dargestellt.
Die Infrarotkameras haben eine sehr grosse Auflösung sowohl im Bereich der Temperatur (Differenzen von 0.1° werden dargestellt) als auch in der Bildauflösung (17'000 Bildpunkte). Die Auflösung pro Bild beträgt bei einem Abstand von 50 Meter immer noch 1 cm². Dank dieser äusserst genauen Erfassung und der elektronischen Bildverarbeitung ist die Wärmebildaufnahme für verschiedene Anwendungen geeignet.

 

  • Anwendungen

Mit der Wärmebildtechnik können im Bauwesen die Wärmeströme an der Aussenhülle eines Gebäudes sichtbar dargestellt werden. Hierbei können Undichtheiten erfasst werden. Mit ergänzenden Innenaufnahmen können die Ursachen lokalisiert werden. Die Wärmedämmung eines Gebäudes und die k-Wertberechnung einer Fassade kann überprüft werden. Bei diesen Messungen können auch Angaben über Haustechnik (Wasserleitungen, Ableitungen, Heizstränge, Elektrorohre) und Konstruktion (Mauersteine, Armierungen, Riegelwerk) gemacht werden. Diese Anwendung ist besonders interessant, wo keine Konstruktionspläne vorhanden sind.
Im Bereich der Bauschadenuntersuchung kann die Wärmebildtechnik besonders für die Lecksuche in allen möglichen Heizsystemen (Bodenheizungen, Fernleitungen etc.) und beim Feststellen von Feuchtigkeit eingesetzt werden.

 

  • Auswertungen
Die Resultste der Wärmebildaufnahmen können als reine Bestandsaufnahmen in fotografischer Form oder als EDV-Daten abgegeben werden. Dies erlaubt den Baufachleuten die Aufnahmen weiter zu bearbeiten.
Die Eigentümer und Baufachleute können bei der Messung teilnehmen und so bestimmte Details genauer anschauen und dokumentieren lassen. Diese Art der Auswertung ist zeitaufwendig, ergibt aber die besten Resultate, weil damit am besten die Wünsche des Auftraggebers erfasst und entsprochen werden kann.
Gebäude können aber auch einer kompletten Wärmeverlustanalyse unterzogen werden. Dabei wird der Auftrag genau definiert und das Resultat in Form einer bebilderten Dokumentation abgegeben.
Bei der Lecksuche oder dem Feststellen von Feuchtigkeit wird mit dem Auftraggeber gearbeitet bis das gewünschte Resultat erreicht ist. In jedem Fall wird eine Dokumentation für die Versicherung erstellt. Auf Wunsch können auch Expertisen erstellt werden. Wärmeleitungen und Kanalisationen können auch kartographiert werden.

  • Auftrag
Bei jedem Auftrag wird festgelegt, welche Resultate erreicht werden sollen, welche Messinstrumente zum Einsatz kommen, welche Vorkehrungen durch den Eigentümer getroffen werden müssen und welche Kosten auflaufen werden. Somit ist die Wärmebildtechnik ein Instrument, bei welchem der Aufwand zum Resultat leicht festzustellen ist und die Kosten kalkulierbar sind.

  • Weitere Anwendungen
Neben den oben beschriebenen Anwendungen eignet sich die Thermographie für ganz spezielle Gebiete im Bereich der Sicherheit.

  • Feuerwehr

Mit den speziellen Kameras können auch Temperaturen von bis zu 1500 ° C gemessen und dargestellt werden. Damit können Brandstellen, Brandherde auch durch den Rauch hindurch festgestellt werden. Aber auch bei Waldbränden können von der Ferne die Brandherde ermittelt werden oder später unterirdische oder schlecht einsehbare Brandstellen geortet werden.

 

  • Überwachung
Die Infrarottechnik kann auch als sehr wirkungsvolles Nachtsichtgerät eingesetzt werden, etwa zur Überwachung von gefährdeten Geländeausschnitten, Gebäudeteilen oder Einrichtungen.

  • Suchaktionen
In gut einsehbaren Geländeabschnitten oder aus dem Helikopter heraus können Personen auch bei Nacht entdeckt werden. So kann die Infrarottechnik die normalen Suchaktionen unterstützen.

  • Umwelt

Kontrolle von Starkstromleitungen und Seilaufhängungen bei Luftseilbahnen.
Gewässerverschmutzungen sind oft nur an unterschiedlichen Temperaturen des sauberen und des verschmutzten Wassers erkennbar. Mit den Infrarotkameras können diese aufgezeichnet werden und so bis zu den Ursachen verfolgt werden.

 

  •  Nähere Infos
Unsere Firma besitzt ein Infrarotkamera der modernsten Bauart der Firma LAND Cyclops TI35+. Diese kann mobil eingesetzt werden und kann direkt Bilder für die Weiterverarbeitung speichern. Gleichzeitig wird die ganze Aufnahme auf Video aufgezeichnet. Hier ist ebenfalls eine Weiterverarbeitung auf EDV möglich. Unsere Kamera ist drei Stunden unabhängig der Stromversorgung betreibbar oder unbeschränkte Zeit mit Stromanschluss.
Zum System gehört neben der Infrarotkamera eine Videokamera, ein Videorecorder tragbar mit Farbmonitor sowie die Bildauswertung auf EDV mit Ausdruck der Bilder, Ausgabe der Aufzeichnungen auf Videoband oder der Bilder auf Disketten.
Diese Anlage ist bei uns rund um die Uhr einsatzbereit. Wir stellen ausgebildetes Bedienungspersonal zur Verfügung (je nach Einsatz eine oder zwei Personen). Sollen Sie diese Anlage öfter benutzen wollen, sind wir auch bereit Ihr Personal zu schulen und die Anlage ohne Bedienungspersonal zu vermieten.
Für ganz spezielle Anwendungen (Temperaturen über 1500 °C, Auflösung unter 0.1 °C, sehr weite Entfernungen oder aussergewöhnliche Materialien) stehen uns Geräte aus einem gemeinsamen Pool zur Verfügung.
Der Einsatz der Anlage beträgt Fr. 350.-- pro Stunde. Die Reisezeit (bis 30 km im Grundpreis eingeschlossen) und die nachträgliche Bearbeitung der Bilder wird mit Fr. 120.-- pro Stunde berechnet. Eingeschlossen sind dabei Fahrzeugkosten, Video- und Bildmaterial ausgedruckt oder auf Disketten.


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