Alle Gegenstände die über dem absoluten Temperaturnullpunkt (-273°) liegen, strahlen im Bereich der Infrarotwellen. Diese Infrarotstrahlung wird durch moderne Kameras und Bildaufbereitung durch Computer als sichtbares Bild dargestellt. Dieses Bild kann nun fotografisch erfasst oder mit Scanner weiter bearbeitet werden.
Mit der Wärmebildtechnik können im Bauwesen die Wärmeströme an der Aussenhülle eines Gebäudes sichtbar dargestellt werden. Hierbei können Undichtheiten erfasst werden. Mit ergänzenden Innenaufnahmen können die Ursachen lokalisiert werden. Die Wärmedämmung eines Gebäudes und die k-Wertberechnung einer Fassade kann überprüft werden. Bei diesen Messungen können auch Angaben über Haustechnik (Wasserleitungen, Ableitungen, Heizstränge, Elektrorohre) und Konstruktion (Mauersteine, Armierungen, Riegelwerk) gemacht werden. Diese Anwendung ist besonders interessant, wo keine Konstruktionspläne vorhanden sind.
Die Eigentümer und Baufachleute können bei der Messung teilnehmen und so bestimmte Details genauer anschauen und dokumentieren lassen. Diese Art der Auswertung ist zeitaufwendig, ergibt aber die besten Resultate, weil damit am besten die Wünsche des Auftraggebers erfasst und entsprochen werden kann. Gebäude können aber auch einer kompletten Wärmeverlustanalyse unterzogen werden. Dabei wird der Auftrag genau definiert und das Resultat in Form einer bebilderten Dokumentation abgegeben. Bei der Lecksuche oder dem Feststellen von Feuchtigkeit wird mit dem Auftraggeber gearbeitet bis das gewünschte Resultat erreicht ist. In jedem Fall wird eine Dokumentation für die Versicherung erstellt. Auf Wunsch können auch Expertisen erstellt werden. Wärmeleitungen und Kanalisationen können auch kartographiert werden.
Mit den speziellen Kameras können auch Temperaturen von bis zu 1500 ° C gemessen und dargestellt werden. Damit können Brandstellen, Brandherde auch durch den Rauch hindurch festgestellt werden. Aber auch bei Waldbränden können von der Ferne die Brandherde ermittelt werden oder später unterirdische oder schlecht einsehbare Brandstellen geortet werden.
Kontrolle von Starkstromleitungen und Seilaufhängungen bei Luftseilbahnen.
Zum System gehört neben der Infrarotkamera eine Videokamera, ein Videorecorder tragbar mit Farbmonitor sowie die Bildauswertung auf EDV mit Ausdruck der Bilder, Ausgabe der Aufzeichnungen auf Videoband oder der Bilder auf Disketten. Diese Anlage ist bei uns rund um die Uhr einsatzbereit. Wir stellen ausgebildetes Bedienungspersonal zur Verfügung (je nach Einsatz eine oder zwei Personen). Sollen Sie diese Anlage öfter benutzen wollen, sind wir auch bereit Ihr Personal zu schulen und die Anlage ohne Bedienungspersonal zu vermieten. Für ganz spezielle Anwendungen (Temperaturen über 1500 °C, Auflösung unter 0.1 °C, sehr weite Entfernungen oder aussergewöhnliche Materialien) stehen uns Geräte aus einem gemeinsamen Pool zur Verfügung. Der Einsatz der Anlage beträgt Fr. 350.-- pro Stunde. Die Reisezeit (bis 30 km im Grundpreis eingeschlossen) und die nachträgliche Bearbeitung der Bilder wird mit Fr. 120.-- pro Stunde berechnet. Eingeschlossen sind dabei Fahrzeugkosten, Video- und Bildmaterial ausgedruckt oder auf Disketten. |